Historie


- Studio Berlin Adlershof und Standort Babelsberg

Die Vorgeschichte

1952
Beginn des Versuchsprogramms vom "Fernsehzentrum" in Berlin-Adlershof.

1956
Ausstrahlung eines regelmäßigen Fernsehprogramms unter der Bezeichnung "Deutscher Fernsehfunk" (DFF).

In den Folgejahren schrittweise Ausbau zum Hauptstandort für die Produktion und Sendung von zwei Fernseh-Vollprogrammen Publizistik, Nachrichten, Unterhaltung, Show, Musik, Spielfilm, Fernsehspiel, Kinder, Bildung, Sport.

1969
Eröffnung des II. Programms und Einführung des Farbfernsehens (Secam), Umbenennung in „Fernsehen der DDR“.

1989
Fernsehen in der Wende – Die Wende im Fernsehen.

1991
Einstellung der Produktions- und Sendetätigkeit des Deutschen Fernsehfunks gemäß Einigungsvertrag; das Fernsehen wird in föderale Strukturen überführt.

1992
Ein breites Spektrum an Produktionsfirmen und Mediendienstleistern etabliert sich und nutzt die vorhandenen Kapazitäten; der Standort wird treuhänderisch verwaltet.


Studio Berlin Adlershof

1994
Studio Hamburg gründet die Tochterfirma Hauptstadtstudio BERLIN Studio Hamburg Atelier GmbH (HSB) für technische Dienstleistungen in der Region Berlin-Brandenburg.

1998
Kauf eines 52.000 m² großen Grundstücks einschließlich Studiohaus A-F und weiterer Nebengebäude sowie Freiflächen.
HSB wird umfirmiert in Berlin-Brandenburg Media GmbH.
Studio Berlin Atelier (SBA) GmbH wird gegründet.
Beginn der Generalsanierung des Studiohauses A-F .

1999
Spatenstich und Baubeginn des Groß-Studiogebäudes „Studio G“. Modernisierung der Produktions- und Sendetechnik.

2000
Gründung der Studio Berlin Mobil (SBM) GmbH als Tochter der SBA.
Kauf eines weiteren Grundstücks von 13.000 m² einschließlich des 8-geschossigen Bürohochhauses.
Inbetriebnahme des Studiohauses Studio G (2.400 m²).

2001
Generalsanierung der Produktionshäuser PH1 und PH2.

2002
Inbetriebnahme des digitalen Übertragungswagens Ü5. Die SBM wird mit der Muttergesellschaft SBA verschmolzen.

2003
Studio Berlin Atelier wird umbenannt in „Studio Berlin Adlershof“.

2004
Übernahme des Studiobetriebes im Fernsehzentrum Babelsberg.

2005
Erwerb des Garagen- und Werkstattgebäudes mit 13.000 m² – Grundstück. Fertigstellung der Leichtbauhalle L (1.400 m²) für Außendreh und Dekorationsbau.

2006
Inbetriebnahme des HDTV-Übertragungswagen Ü6. Fertigstellung
des Studio K (1.800 m²).

2007
Neues Corporate Design der Studio Hamburg Gruppe.
„Berlin-Brandenburg Media GmbH“ wird umfirmiert in „Studio Hamburg Berlin Brandenburg GmbH“

2008
Inbetriebnahme des „HDTV-Übertragungswagen Ü4“

2009
Inbetriebnahme des 2. Großraum-Studios „Studio H“ mit 2.400 m² Studiofläche und einem 600 m² großen Zuschauerfoyer

2010
Kauf des „HDTV-Übertragungswagen Ü1“ von Fa. WIGE. Bau der HDTV-Festregie D/E aus Technik von der Fußball-WM. Umbau des „HDTV-Übertragungswagen Ü2“ (ex Ü1)


- Grundstücksfläche Gelände Adlershof 78.973 m²
- Insgesamt 10 Studios mit 12.150 m² Studioflächen
- 5 Fernsehübertragungswagen (XXL), 4 davon in HD


- Studio Hamburg

1947
Gründung der Filmproduktionsgesellschaft Real-Film GmbH.

1948
Beginn des Aufbaus eines eigenen Atelierbetriebs in Hamburg-Tonndorf. In den nächsten Jahren werden mehr als 60 künstlerisch und kommerziell erfolgreiche deutsche sowie diverse Kultur- und Dokumentarfilme produziert.

1959
Gyula Trebitsch gründet zusammen mit der Werbetochtergesellschaft NWF des Norddeutschen Rundfunks die Real-Film Atelierbetriebsgesellschaft mbH.

1960
Die Gesellschaft übernimmt von der Real-Film GmbH den gesamten Atelierkomplex.

1960
Umfirmierung der Real-Film Atelierbetriebsgesellschaft mbH in Studio Hamburg Atelierbetriebsgesellschaft mbH.

1965
Zusammen mit der Deutschen Grammophon Gesellschaft wird die POLYPHON Film- und Fernsehgesellschaft mbH gegründet. Die POLYPHON produziert in der Folgezeit viele erfolgreiche Fernsehserien und Reihen.

1971
Übernahme aller Gesellschafteranteile durch die NWF, die nunmehr Alleingesellschafterin von Studio Hamburg ist.

1977
Gründung der Consulting-Tochter Studio Hamburg Media Consult International (MCI) GmbH. Die MCI entwickelt sich in den Folgejahren zu einem der größten deutschen Systemhäuser für die Planung und technische Einrichtung von Fernseh- und Hörfunkstudios.

1980
Gyula Trebitsch scheidet aus der Geschäftsführung aus. Die Gesellschaft wird in Studio Hamburg Atelier GmbH umfirmiert. Kauf der bisher vom NDR belegten Gebäude und Technik und Erhöhung des Stammkapitals auf DM 43,6 Mio.

1984
Neuorganisation der Führungsstruktur: Dr. Martin Willich wird Vorsitzender der Geschäftsführung.

1985
Beginn umfangreicher Baumaßnahmen zur Modernisierung des Studiogeländes, u. a. Einrichtung einer Ringleitung für Glasfaserverkabelung. Beteiligung an der MULTIMEDIA Produktionsgruppe.

1986
Der Bereich Ausstattung (heute MCI Werkstätten) erstellt Bühnendekorationen für die bekanntesten deutschen Musicalproduktionen und verantwortet künstlerisch gestaltete Innenausbauten in Museen, Medienzentren, Veranstaltungsräumen und Restaurationsbetrieben.

1987
Einweihung der neuen Eckbebauung Haus N, in der die gesamte stationäre Videotechnik des Ateliergeländes konzentriert wird.

1988
Ausgliederung der Produktionsabteilung in die Studio Hamburg Produktion für Film & Fernsehen GmbH, heute Studio Hamburg Produktion Gruppe GmbH. Die Firma gehört zu den erfolgreichsten deutschen Produzenten von TV-Reihen und -Serien und produziert für alle namhaften deutschen Sender.

1989
RTL konzentriert seine norddeutschen Regionalproduktionen bei Studio Hamburg. In den Folgejahren nutzen unter anderem auch Sat.1, RTL 2, Premiere und TM3 die Studios. Studio Hamburg beteiligt sich an der TVN Hannover Gruppe mit 30 Prozent.

1990
Premiere bezieht Räume auf dem Ateliergelände und nutzt die technischen Einrichtungen von Studio Hamburg.

1992
Ausgliederung der Synchronabteilung: die Studio Hamburg Synchron GmbH gehört in der Folge zu den renommiertesten deutschen Synchronbetrieben. Sat.1 geht im Studio M mit der Fußballshow „ran“ auf Sendung.

1993
Gründung der Tochterfirma Studio Berlin in Berlin-Adlershof. RTL Nord sendet seine drei norddeutschen Regionalprogramme aus einem neuen Sendestudio mit digitaler Technik. Zum ersten Mal werden in Deutschland drei Sendungen gleichzeitig aus einem Studio live gesendet.

1994
Premiere bezieht das neue Sendezentrum auf dem Gelände und verlegt seinen Firmensitz zu Studio Hamburg.

1995
Fertigstellung der Neu- und Umbaumaßnahmen (Haus G, Filmkantine, Parkhaus) in Tonndorf. Gründung des Fernsehzentrums Babelsberg zusammen mit der Studio Babelsberg GmbH und dem Ostdeutschen Rundfunk Brandenburg.

1996
MCI gründet zusammen mit der DREFA die Media & Communication Systems (MCS) GmbH, die das Landesfunkhaus des MDR in Erfurt und den Kinderkanal technisch betreut.

1997
Durch die Ausgliederung des Atelierbereichs aus der Studio Hamburg Atelier GmbH wird eine Holdingstruktur geschaffen: Die Gesellschaft wird in Studio Hamburg GmbH umfirmiert und übernimmt die Aufgaben einer Konzern-Holdinggesellschaft, während der Atelierbetrieb in der neu gegründeten Studio Hamburg Atelierbetriebs GmbH fortgeführt wird. Zum ersten Mal wird der „Studio Hamburg Nachwuchspreis“ zur Förderung des deutschen Filmnachwuchses verliehen.

1998
Kauf des sechsteiligen Studiokomplexes und des angrenzenden Geländes in Berlin-Adlershof. MCI ist für die technische Einrichtung des neuen Studiokomplexes von Sat.1 in Berlin verantwortlich.

1999
Sat.1 verlegt sein Sportprogramm nach Berlin. Premiere verlegt sein Pay-TV-Angebot nach München. Studio Hamburg produziert in Hamburg für TM3 die Fußball Champions League. Der Axel Springer Verlag beteiligt sich an der Studio Hamburg Produktion.

2000
Modernisierung der Werkstätten und Bau des Atelier 1 auf dem Studio Hamburg Gelände. Die Ü-Wagen Aktivitäten der Firmengruppe werden in der Tochterfirma Studio Berlin Mobil (SBM) GmbH gebündelt. In Adlershof werden weitere Grundstücke gekauft, der Umbau des acht-geschossigen Bürohauses begonnen und das Großraumstudio G in Betrieb genommen.

2002
Inbetriebnahme des digitalen Übertragungswagens Ü5. Studio Hamburg stockt die Beteiligung an der POLYPHON Film- und Fernsehgesellschaft mbH auf 90 Prozent auf.

2003
Die private Medienschule „die medienakademie“ öffnet ihre Pforten auf dem Studio Hamburg-Gelände. Studio Hamburg übernimmt alle Anteile an der CINECENTRUM und der MULTIMEDIA.

2004
Erwerb aller Anteile am Fernsehzentrum Babelsberg in Potsdam. Das Regionalprogramm „17:30 Sat.1 Regional“ für Hamburg und Schleswig-Holstein zieht auf das Studio-Gelände.

2005
Der Hamburger Atelierbetrieb wird neu strukturiert: Ausgliederung der Postproduction GmbH und der Filmtechnik GmbH aus der Atelierbetriebs GmbH und Unterstellung aller Atelier- und Technikbetriebe in Hamburg und Berlin unter einheitlicher Führung.

2006
Studio Berlin überträgt weltweit elf Spiele der Fußball-WM aus Deutschland. Inbetriebnahme des HDTV- Übertragungswagens Ü6.

2007
In der MULTIMEDIA, die jetzt als Studio Hamburg Serienwerft GmbH firmiert, wird das Know-how für industriell gefertigte Serien der Studio Hamburg Gruppe gebündelt. Die Lüneburger Tochtergesellschaft der Serienwerft produziert für die ARD die Telenovela „Rote Rosen“. In Adlershof wird die sonntägliche Talkshow mit Anne Will produziert.

2008
Die Berlin-Brandenburg Media GmbH wird umfirmiert in Studio Hamburg Berlin Brandenburg GmbH und erhält einen doppelten Firmensitz in Berlin und Hamburg. Die 30-prozentige Beteiligung an der TVN GROUP wird verkauft. Die Übertragungswagen der Studio Berlin-Flotte sind bei der Fußball EM 2008 wieder im Einsatz und werden wie bei der WM mit der Übertragung des Endspiels beauftragt.

2009
Fertigstellung des zweiten Großstudios H in Adlershof. Die SBA ist technischer Dienstleister für die Regionalsender RTL Nord, Sat. 1 Norddeutschland, Hamburg 1 und TV Berlin.

2010
Studio Hamburg gründet mit der britischen Pinewood Studios Group das Joint Venture Pinewood Studio Berlin Film Services, um gemeinsam internationale Kinofilme in Deutschland durchzuführen.

2011
Dr. Martin Willich verabschiedet sich nach fast 31 Jahren bei Studio Hamburg aus seiner Funktion als Vorsitzender der Geschäftsführung. Sein Nachfolger ist Prof. Carl Bergengruen, der das Amt am 1. Februar 2011 übernimmt.



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